Aktuelles
ALT-OBMANN ARMIN RAINER ERHIELT DAS
ST. JOHANNER KULTUREHRENZEICHEN
Seit der Gründung des Museums- und Kulturvereins im Jahr 1997 ist Armin Rainer als einer der maßgeblichen Protagonisten im Vereinsvorstand tätig, zunächst als Vizeobmann, dann von 2017 bis 2025 als Obmann und nun als Fachbeirat für die Galerie. Schon in den 1990er Jahren als Mitglied des Gemeinderates hat er sich im Kulturausschuss für die Belange von Museum und Galerie eingesetzt und war maßgeblich daran beteiligt, dass die Weichen für eine Neuaufstellung des Museum gestellt werden konnten. Als Architekt hat er die Planung für die Umgestaltung des denkmalgeschützten Gebäudes übernommen und die Innengestaltung samt Ausstellungsmobiliar entworfen. Auch bei der Museumserweiterung vor gut 20 Jahren wurde die architektonische Umsetzung mit dem Glaskubus von ihm geplant und gestaltet.
Er hat die Galerie im Fellerhaus begründet, die 1994 als Galerie der Marktgemeinde ins Obergeschoß des Museums übersiedelte. Seither konnten 90. Ausstellungen präsentiert werden.
In seinem Beruf als Architekt hat er sich stets mit künstlerischen und gestalterischen Fragen auseinandergesetzt. Er war bei der Einführung der St. Johanner Fußgängerzone 1996 maßgeblich an deren Umsetzung beteiligt und hat deren Gestaltung geplant.
Als Maler und Zeichner kann er auf mehrere erfolgreiche Ausstellungen zurückblicken, und in letzter Zeit betätigt er sich auch als Karikaturist, der mit spitzer Feder das politische und gesellschaftliche Leben trefflich aufs Papier bringt.
von links: Bürgermeister Mag. Stefan Seiwald, Armin Rainer, Vizebürgermeister Hubert Almberger und Vizebürgermeister Peter Wallner
NEUER VEREINSVORSTAND GEWÄHLT
Bei der Generalversammlung des Museums- und Kulturvereins St. Johann in Tirol im Herbst 2025 übergab Obmann Armin Rainer sein Amt an Irmgard Silberberger. Bei den Neuwahlen kamen auch neue Gesichter dazu, und so wurde der Vereinsvorstand nun durch mehrere engagierte junge Damen verstärkt.
Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
Obfrau: Mag. Irmgard Silberberger, Obfrau-Stv.: Dr. Elisabeth Sammer, Kassier: Günther Pernstich, Kassier-Stv.: Roman Jöchl, Schriftführer: Mag. Peter Fischer, Schriftführer-Stv. Lea Fischer, Fachbeirat für Kunst und Galeriewesen: DI Armin Rainer, Fachbeirätin für historische Forschung: Dr. Isabelle Brandauer, Kulturreferentin Christine Gschnaller MSc.
Von links: Roman Jöchl, Armin Rainer, Günther Pernstich, Irmgard Silberberger, Elisabeth Sammer, Peter Fischer, Lea Fischer, Isabelle Brandauer, Christine Gschnaller
EIN NEUES WURM-TERRARIUM
Die grünen Regenwürmer vom Kaisergebirge sind eine besondere Attraktion in unserem Museum. Bereits seit mehreren Jahren verbringen immer ein paar Exemplare ihre Sommerfrische bei uns.
Nun haben wir ein neues Wurm-Terrarium bekommen, wofür wir uns bei dessen Erbauer, Norbert Silberberger, herzlich bedanken. Es ist quasi der locus typicus, da die unter dem Namen „Allolobophora Smaragdina“ bekannten Regenwürmer auch in der Natur unter dem Moos im morschen Holz von abgestorbenen Baumstümpfen leben. Sie fühlen sich im neuen Terrarium sehr wohl. Nach ihrer Sommerfrische im Museum werden sie im Herbst wieder für ihre Winterruhe in die Natur entlassen.
Die grünen Regenwürmer sind eine Seltenheit und ein Kuriosum in der Tierwelt. Sie kommen nur in der Umgebung des Kaisergebirges sowie in einer kleinen Population in Kärnten vor.
Das Wurmterrarium ist als locus typicus gestaltet
EIN BESONDERER BLICKFANG
Im Glaskubus des Museums hängt seit dem Frühjahr 2025 ein besonderer Blickfang. Es handelt sich dabei um das Modell des ersten funktionstüchtigen Flugzeugs des St. Johanner Fliegerclubs. Der Schulgleiter „SG38“ wurde von Sepp Haggenmüller in den 1930er Jahren gebaut.
Das Modell wurde uns von seinem Sohn, Manfred Haggenmüller zur Verfügung gestellt, wofür wir uns herzlich bedanken.
Hier sieht man noch ein Foto des originalen Flugzeuges aus den 1930er Jahren bei der Landung. Es gab auch so manchen Absturz, doch trugen die Piloten immer nur leichte Verletzungen davon und der Schulgleiter wurde jedes Mal wieder repariert.
Das Modell des Schulgleiters „SG 38“ hängt in der „Vitrine im Freien“
EIN GEMEINSAMES HERZ FÜRS ERZ
Der Bergbau entlang der Erzlinie von Tirol bis in den Salzburger Pinzgau hat eine lange Tradition und nahm sowohl wirtschaftlich als auch kulturell großen Einfluss auf die Bergbaugemeinden Jochberg, Aurach, Kitzbühel, Oberndorf, St. Johann in Tirol, Fieberbrunn, Hochfilzen und Leogang. Diese Gemeinden teilen die Bergbaugeschichte vergangener Zeiten und bringen dank ihrer Knappenvereine, Museen, einem Schaubergwerk und weiteren Sehenswürdigkeiten die Bedeutung des Bergbaus zutage. Dies wird in einer gemeinsamen Homepage näher vorgestellt: www.bergbaugemeinden.at
In der 36. Ausgabe unserer heimatkundlichen Schriftenreihe „Zwischen Kaiser, Kalkstein und Horn“ wird die St. Johanner Bergbaugeschichte näher beleuchtet. Hier ist der Link ->
Die Homepage bietet Ausflugstipps und zahlreiche Informationen zum Bergbau vom Leukental über das Pillerseetal bis nach Leogang.
A FEW DEGREES MORE …
Auch wir beteiligen uns an der vom Leopold Museum Wien initiierten Aktion „A Few Degrees More“ und haben in unserem Museum ein Landschaftsbild schief gehängt, um damit auf den Klimawandel aufmerksam zu machen und für Gesprächsstoff zu sorgen. Unter dem Gemälde des Kaisergebirges im Winter findet sich der Schriftzug „A FEW DEGREES MORE WILL TURN THE WORLD INTO AN UNCOMFORTABLE PLACE“.
Wie wir alle wissen, kann eine dauerhafte Temperaturerhöhung um nur wenige Grade unsere Lebensqualität drastisch verschlechtern. Das Gemälde vom winterlichen Kaisergebirge haben wir auch nur um ein paar Grade schief gehängt. Das Bild wurde vor knapp 90 Jahren von Erwin Kettemann geschaffen, und nun ist zu befürchten, dass man diese Landschaftsansicht schon bald nicht mehr so winterlich sehen kann, wie sie auf dem Bild noch dargestellt ist …
Das Gemälde vom Kaisergebirge im Winter wurde um ein paar Grad schief gehängt, um anschaulich zu machen, was ein paar Grad ausmachen können …
EINE ALTE CHRONIK LESBAR GEMACHT
Das „Zeit und Wunderbiechl“ des Hans Prugger
Im St. Johanner Museum befindet sich die Kopie einer über 300 Jahre alten Handschrift von Hans Prugger, Bauer beim Götschen in Sperten. Es handelt sich dabei um eine Chronik, die spannende Einblicke in das Alltagsleben des ausgehenden 17. Jahrhunderts gibt. Prugger schreibt vom bäuerlichen Leben und der Ernte, von Wetterphänomenen und sich ändernden Lebensmittelpreisen. Er berichtet über zahlreiche Ereignisse, wie von den Besuchen hochgestellter Persönlichkeiten und durchziehenden Regimentern, von Naturkatastrophen und Seuchen, von Verbrechen und Teuerungen, von Verwaltungs-, Rechts- und Steuerangelegenheiten sowie vom Verlauf der Kriege gegen Frankreich und gegen die Türken.
In Zeiten der Corona-Lockdowns fand Museumsleiter Peter Fischer die Zeit, diese Handschrift zu transkribieren und mit einem Buch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Text mit der eigenartig-antiquierten Sprache ist zwar nach wie vor schwer zu lesen, bietet aber mit vielen Details aus dem Alltagsleben des 17. Jahrhunderts eine interessante Quelle für Fachleute und Geschichtsinteressierte.
Peter Fischer: Das „Zeit und Wunderbiechl“ des Hans Prugger, herausgegeben vom Museums- und Kulturverein St. Johann in Tirol, Verlag Hannes Hofinger, 524 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, ergänzenden Auswertungen und Tabellen. ISBN: 978-3-9505074-0-9 Das Buch ist zum Preis von € 39,90 im Museum erhältlich.
Das Buch gibt interessante Einblicke in das Alltagsleben vor 300 Jahren
AUDIOFÜHRUNG
MIT DEM SMARTPHONE
In unserem Museum gibt es Audioführungen in drei Sprachen, die man mit dem eigenen Handy abrufen kann.
Über W-Lan kann man mit dem Smartphone QR-Codes scannen und so die Informationen zu den verschiedenen Exponaten abrufen. Je nach Spracheinstellung des Handys hört man die Erklärungen auf Deutsch, Englisch oder Italienisch.
Mit dem Handy kann man ganz einfach Informationen zu den Exponaten abrufen
